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Aktuelles

Bebauungsplanänderung für das Zentrum der Haidachgemeinde

Die Synode der Evangelischen Kirche in Pforzheim hat beantragt, die nichtskralen Räme des Gemeindezentrums in Wohnungen umzuwidmen und das Gebäude um ein Stockwerk zu erhöhen.

In einer Sondersozialraumkonferenz mit der Anwesenheit von Frau Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und dem Leiter des Planungsamts, Herrn Wolf, haben sich die Teilnehmer gegen die Umwidmung ausgesprochen. Der Bürgerverein hat daraufhin einen offenen Brief an die Synode, die Gemeindräte und alle Teilnehmer der Sozialraumkonferenz geschrieben, in dem die Gründe für die Ablehnung genannt werden.

Der Bürgerverein und einzelne Bürger haben diesem Vorhaben widersprochen, weil es ein hohes Konfliktpotenzial enthält. Das Gelände, auf dem das Gemeindezentrum steht, wurde im Bebauungsplan bewusst als Fläche für kirchliche Infrastruktur deklariert. Das Zentrum des Stadtteils Haidach, also der Kirchenbereich, die Läden und das Bürgerhaus wurden als Fläche für Gemeinbedarf ausgewiesen.

In der Vergangenheit wurde das Bürgerhaus von Bewohnern des umliegenden Wohngebiets wegen hoher Lärmbelastung angezeigt und als Ergebnis wurden dem Bürgerhaus gerichtliche Auflagen gemacht, die Hochzeiten oder andere Großveranstaltungen im Saal nicht mehr ermöglichen. Damit ist dem Bürgerhaus eine wesentliche Nutzung und Einnahmequelle verwehrt worden. Wenn jetzt im Zuge der geplanten Baumaßnahmen direkt neben dem Bürgerhaus Wohnungen entstehen, ist abzusehen, dass weitere Einschränkungen des Betriebs des Bürgerhauses die Folge sein werden. Diese Einschränkung reduziert die Gestaltungsmöglichkeiten des Bürgerhauses in seiner geplanten und praktizierten Funktion für die Bevölkerung im Stadtteil.

Wir bitten dringend, diese Pläne abzuändern und die frei werdenden Räume im Gemeindezentrum für Gruppenarbeit zur Verfügung zu stellen bzw. zu vermieten, weil heute schon die vorhandenen Gruppenräume im Bürgerhaus nicht mehr ausreichend sind. Damit wäre eine intensive, auch im Interesse der Kirchengemeinde, fruchtbare Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten gegeben.

Hier der Brief zum Herunterladen:
Offener Brief an die Synode der Evangelischen Kirche in Pforzheim

Weihnachtssitzung des Bürgervereins am 14. Dezember 2017 im Bürgerhaus

Wie jedes Jahr gab der Vorsitzende Dr. Augenstein einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeiten des abgelaufene Jahrs. Von der Bewirtung des Kinderfaschings im Bürgerhaus, Hauptversammlung im März, Putzaktion an den Römischen Ruinen und dann die Bewirtung der Wanderer am 1. Mai, Ausflug nach Iffezheim und Baden-Baden, das Großereignis Sommerfest, Besichtigung der Technik des Volksbankhauses, Besuch des Öchslefests und den Ausflug nach Weinsberg. Zusätzlich nahmen wir an diversen Gesprächsrunden teil und konnten in der Sozialraumkonferenz zunächst die Bebauungsplanänderung für das Evangelische Gemeindezentrum im Haidach verhindern. Es war wieder einmal ein sehr intensives Jahr für die immer älter werdende Mitgliedschaft. Aber letztendlich macht es auch Spaß, für den Stadtteil und die Mitbewohner Positives zu erreichen.

Bilder von der Weihnachtssitzung

Vortrag von H. Rohr zum Thema "Wie man die Pflegezeit finanziell meistert" am 21. September 2017 um 19:00 Uhr

„Verzagen sie nicht, wenn’s auf sie zukommt“

„Wie man die Pflegezeit finanziell meistert“ lautete das Thema eines Vortrags, zu dem der Bürgerverein Buckenberg Haidach am letzten Donnerstag in das Bürgerhaus nach Pforzheim-Haidach eingeladen hatte. Was auf den ersten Blick etwas trocken klang, entpuppte sich für die Zuhörerinnen und Zuhörer als äußerst kurzweilige und trotzdem sehr informative Veranstaltung.

„Schlafend sterben im Bett lässt sich nicht immer einrichten“ führte der Gast die Runde vom Wunschtraum schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Und schon war man mittendrin im Thema. „Wir werden älter, bleiben aber auch länger gesund“, sagte Thomas Rohr. Trotzdem nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu. 2,7 Millionen sind es aktuell, 3,5 Millionen werden 2030 und sogar 4,5 Millionen 2060 erwartet. „Derzeit bewegen uns die Nord-Korea, Brexit und die Flüchtlinge, aber langfristig ist das Thema Pflege mindestens genauso wichtig“, unterstrich der Experte angesichts dieser Zahlen.

Der Trend gehe zur häuslichen Pflege. Dem tragen die beiden neuen Pflegestärkungs-gesetze mit zum Teil deutlich erhöhten Sätzen für die ambulante Pflege in den eigenen vier Wänden Rechnung. Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade, was auf einen Schlag zu einer halben Million mehr Leistungsbeziehern führt. Der Mann vom Sparkassenberatungsdienst hält die beiden jungen Pflegestärkungsgesetze dennoch für einen „ordentlichen Wurf“. So fällt beispielsweise die bisherige Minutenzählerei bei der Einstufung weg. Und auch der Eigenanteil in der stationären Pflege bei der Einstufung in den nächsthöheren Pflegegrad steigt künftig nicht mehr. Als Vollkaskoversicherung war die 1995 eingeführte Pflegeversicherung nie konzipiert. Das ist bei einem Beitrag von maximal 2,8 Prozent und einer durchschnittlichen Pflegedauer von 8,3 Jahren auch schlechterdings unmöglich. Die Versorgungslücke zwischen Versicherungsleistung und möglichen Pflege(heim)kosten muss durch die eigene Rente, Vermögen oder die unterhaltspflichtigen Kinder gedeckt werden. „Bei mir wären das für meine Mutter knapp 300 Euro im Monat“, entschärfte Thomas Rohr jedoch sofort Befürchtungen nach einer unverhältnismäßig hohen finanziellen Belastung der Angehörigen. Und wo das alles nicht reicht, springt der Staat ein. Die Betreuung ist die gleiche. „Ich finde es wichtig, dass Menschen am Ende ihrer Tage richtig versorgt werden“, bekräftigte Rohr trotzdem, „wir können stolz sein, in einem System zu leben, wo jeder aufgefangen wird.“ „Verzagen sie nicht, wenn’s auf sie zukommt, endete er „es gibt Hilfen!“.


Ausflug nach Weinsberg am 23. September 2017

Der Bürgerverein Buckenberg-Haidach hat seine Tradition fortgesetzt und eine kulturell und historisch interessante Sehenswürdigkeit in unserer weiteren Umgebung besucht. Die Reise führte am 23. September 2017 die Teilnehmer nach Weinsberg, wo uns zuerst das Justinus-Kerner-Haus unter sachkundiger Führung des Historikers Dr. Bernd Liebig vom Kerner-Verein erklärt wurde. In einer sehr lebendigen und kompetenten Art, wurde uns ein überblick über die Entwicklung des Hauses und des wichtigsten Bewohners, des Arztes und Schriftstellers Justinus Kerner und seine gesellschaftliche Rolle in Württemberg des ausgehenden 18. Jahrhunderts vermittelt. Zahlreiche Exponate zeugen von der Arbeit des in seiner Zeit bekannten Gelehrten.

Nächstes Ziel war die Burgruine Weibertreu, die ehemalige Reichsburg Weinsberg und Stammsitz des salischen Kaiserhauses. Den steilen Aufstieg bewältigten wir mit unserem Führer Klaus-Peter Fabian. Die Burg ist mehr als tausend Jahre alt und hat den heutigen Namen von den mutigen und treuen Frauen, die ihre Männer nach der Eroberung durch Konrad II im Jahr 1140 aus der Burg trugen und damit deren Leben retteten. Neben der geschichtlichen Information war der Blick bei herrlichem Spätsommerwetter vom Burgberg den steilen Aufstieg wert.

Den gelungenen Tag rundete ein Besuch eines typischen Landgasthofs im Weinort Willsbach ab, wo wir schwäbische Küche in Reinkultur erleben konnten.

Bilder vom Ausflug am 23. Oktober 2017 nach Weinsberg und Willsbach